Monate: Oktober 2017

Ein echter Glücksgriff:
»Auerhaus« von Bov Bjerg

Bov Bjerg alias Rolf Böttcher ist ein deutscher Schriftsteller und Kabarettist und mit »Auerhaus« gelingt ihm ein tragikomischer Roman, der unter die Haut geht. Erschienen ist sein zweiter Roman 2017 bei Aufbau Taschenbuch. Was will man mit seinem Leben anfangen und wie stellt man es an, glücklich zu sein? Ende der 80er Jahre gründen sechs Freunde eine WG in einem alten Bauernhaus auf dem Land. Das »Auerhaus« ist zugleich Schauplatz, Trainingszentrum, Begegnungsstätte, Labor und Geburtsort verrückter Ideen, tiefer Gespräche und einer Menge Unfug und Lebensmut. Das Leben im »Auerhaus« soll ein Schonraum sein, ein Refugium, doch die sechs Mitbewohner müssen schneller als ihnen lieb ist feststellen, dass das richtige Leben sich nicht aussperren lässt… Sechs Freunde sollt ihr sein Nach Frieders Selbstmordversuch ist es sein bester Freund, der vornamenlose Höppner Hühnerknecht, aus dessen Sicht die Geschichte auch erzählt ist, der versucht, ihn zu verstehen und wieder glücklich zu machen. Die Idee ist, eine WG aus sechs Freunden zu gründen, die nach Frieders Entlassung aus der Geschlossenen zusammen in dem Haus seines gestorbenen Großvaters auf ihn …

Rückblick Frankfurter Buchmesse 2017

Impressionen von der Frankfurter Buchmesse 2017 Dieses Jahr hatte ich das Glück, zur größten Buchmesse der Welt fahren zu können – zur Frankfurter Buchmesse vom 11. bis 15. Oktober! Mehr als 7.000 Aussteller aus über 100 Ländern präsentieren hier jedes Jahr ihre aktuellsten Bücher, das neuste vom Neuen und organisieren viele spannende Veranstaltungen! Es war das erste Mal für mich auf dieser Messe. Die Buchmesse in Leipzig ist schon zum Pflichtprogramm im Frühjahr geworden, aber Frankfurt sprengt mit seiner Größe und seiner Fülle, alle Rahmen und Erwartungen! Man begibt sich in ein Land aus Büchern, trifft auf so viele tolle buchaffine Menschen und kann eintauchen in die Buchbranche und Verlagswelt. Hier möchte ich euch ein paar Impressionen von den Buchmessetagen Freitag und Samstag zeigen. Als Studentin gilt man auch als Fachbesucher und erhält schon unter der Woche Zutritt zur Messe. Ich hatte mir nicht viele Veranstaltungen rausgesucht, die ich besuchen wollte. Mein Ziel war es eher, mich treiben zu lassen und zu schauen was sich ergibt. So war ich viel am Stand des Verlages, bei …

Catherine Lacey: »Niemand
verschwindet einfach so«

Eine Reise ans andere Ende der Welt, eine Flucht vor der Vergangenheit, eine Begegnung mit der Finsternis im eigenen Herzen und dem wilden Biest, das in dir wohnt. All das durchlebt die junge Elyria, als sie sich ein One-Way-Ticket nach Neuseeland kauft, ihren Rucksack schultert und ihren Ehemann in New York zurücklässt. Sie flieht vor einem schrecklichen Ereignis aus der Vergangenheit, vor ihrem Mann, der ihr fremd geworden ist, vor ihrer Mutter, die ihr schon immer fremd war, und auch ein Stück vor sich selbst.   Als Elyrias Adoptivschwester sich von einem Gebäude in den Tod stürzte, verschwand nicht nur ein geliebter Mensch aus ihrem Leben, sondern auch etwas in Elyria. Ein wildes Biest zog ein, das seither dunkle Gedanken heraufbeschwört. Einziger Lichtblick ist ein ehemaliger Professor von Elyria, in den sie sich irgendwie verliebt, weil er zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle ist. Sie heiratet ihn, doch die anfängliche Euphorie wird von Distanziertheit abgelöst. Sie erkennen einander immer weniger. »Manchmal dachte ich daran, wie mein Mann lächelte, und der Gedanke an sein Lächeln brachte mich zum Lächeln, aber …