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»Ganz und garrr missraten« – Literaturkritik heute

Freunde der Literatur! Warum werden wir uns häufig nicht einig, wenn es um Bücher geht? Warum reißen uns einige Texte mit und andere berühren uns nicht? Und warum sieht der nächste das vielleicht schon wieder ganz anders? Es gibt das richtige Lesen und ein allgemeingültiges Urteil nicht, aber es gibt gute Gründe und überzeugende Argumente für bestimmte Lektüren. Warum Literaturkritik? Warum (kein) Wettbewerb? Weil wir ins Gespräch kommen müssen, über Bücher, brisante Themen und unsere Zeit. Die Literaturkritik kann helfen, sich auf dem Buchmarkt mit seinen rund 15.000 belletristischen Neuerscheinungen jährlich allein in Deutschland zu orientieren. Sie kann unseren Blick auf zu Unrecht Übersehenes lenken, Entdeckungen teilen, den Aufmerksamkeitsfokus der großen Medienhäuser korrigieren. Aber vor allem kann gute Literaturkritik die Lektüre auf eine höhere Ebene bringen, helfen, einen Text neu zu erschließen und besser zu verstehen. Und ganz nebenbei macht es einfach unverschämt viel Spaß, gemeinsam über gute Bücher zu diskutieren! Literaturkritik ist sinnvoll und wertvoll – auch oder gerade dann, wenn sie nicht von Berufskritikern geübt wird – in Räumen außerhalb des echolosen Feuilletons. …

#fbm18 – Die Welt zu Gast in Frankfurt

Ich war letzte Woche drei Tage lang auf der 70. Frankfurter Buchmesse und möchte euch gern an einigen meiner Eindrücke und Highlights teilhaben lassen. Mein Laufzettel war ziemlich voll, schließlich war die Star-Dichte enorm, so viele Lesungen, Diskussionen, Preisverleihungen, die ich sehen und Verlagsstände, die ich besuchen wollte, die Buchmesse ist an mir vorbeigerauscht und hat vieles in mir angestoßen. Ohne Ende wurde gelaufen, gelesen, gestaunt, gelaufen, geredet, gestresst, gedrängelt, genetworkt, gelaufen, geklatscht, getratscht, gesmalltalkt, getrunken, gelaufen, getanzt, gefeiert… Auf der größten Buchmesse der Welt darf man sich keine müden Füße erlauben und auch Schlange stehen, angerempelt werden, durch Menschenmassen schlängeln, quetschen, schlechtes überteuertes Essen und Toiletten suchen gehören nun einmal dazu. Dieses Jahr sind insgesamt immerhin 285.000 Menschen durch die Messehallen geströmt. Während der Privatbesuchertage war das Gedränge dann aber kaum noch erträglich, so war z. B. kein Reinkommen mehr in den schönen neuen Frankfurt Pavillon, der optisch zwischen Organ, Skelett und dem Bauch eines Wahls schwankt. Besonders technik-affin und hochmodern wollten sich die Veranstalter geben, mit einem Aufgebot an Bots, Hologrammen, VR und …