Alle Artikel mit dem Schlagwort: Liebe

Rückblick Frankfurter Buchmesse 2017

Impressionen von der Frankfurter Buchmesse 2017 Dieses Jahr hatte ich das Glück, zur größten Buchmesse der Welt fahren zu können – zur Frankfurter Buchmesse vom 11. bis 15. Oktober! Mehr als 7.000 Aussteller aus über 100 Ländern präsentieren hier jedes Jahr ihre aktuellsten Bücher, das neuste vom Neuen und organisieren viele spannende Veranstaltungen! Es war das erste Mal für mich auf dieser Messe. Die Buchmesse in Leipzig ist schon zum Pflichtprogramm im Frühjahr geworden, aber Frankfurt sprengt mit seiner Größe und seiner Fülle, alle Rahmen und Erwartungen! Man begibt sich in ein Land aus Büchern, trifft auf so viele tolle buchaffine Menschen und kann eintauchen in die Buchbranche und Verlagswelt. Hier möchte ich euch ein paar Impressionen von den Buchmessetagen Freitag und Samstag zeigen. Als Studentin gilt man auch als Fachbesucher und erhält schon unter der Woche Zutritt zur Messe. Ich hatte mir nicht viele Veranstaltungen rausgesucht, die ich besuchen wollte. Mein Ziel war es eher, mich treiben zu lassen und zu schauen was sich ergibt. So war ich viel am Stand des Verlages, bei …

»Der Gott der kleinen Dinge« von Arundhati Roy –
ein tragisch-schönes Indienportrait

Das literarische Debut der indischen Schriftstellerin und politischen Aktivistin Arundhati Roy erschien erstmals 1997 und ist die Geschichte über eine Liebe, die alle Grenzen der Vernunft und Konvention überschreitet und eine Familie zerstört. Roys mit dem Booker Prize ausgezeichneter, sprachlich sehr eigensinniger Roman avancierte zum Weltbestseller. »Dass es wirklich begann in den Tagen, als die Gesetze der Liebe erlassen wurden. Die Gesetze, die festlegten, wer wie geliebt werden sollte. Und wie sehr.« (S. 51) Erzählt wird eine tragisch verlaufende Familiengeschichte im Indien Ende der 1960er Jahre vor dem Hintergrund politischer Umbrüche. Ammu ist alleinerziehende Mutter von den sehr kreativen, eigenwilligen und deshalb umso liebenswerteren zweieiigen Zwillingen Estha und Rahel, aus deren Sicht zum größten Teil erzählt wird. Auch wenn die beiden Zwillinge »mit einer siamesischen Seele« erst acht sind, ahnen sie schon dass es die kleinen Dinge im Leben sind, auf die es ankommt, wohingegen die großen Dinge im Inneren lauern und die ganze Welt von einen Moment auf den nächsten von Grund auf verändern können. Sie werden Recht behalten. Sehr eindringlich und atmosphärisch dicht …

Porto (Film) – ein zärtliches Drama

In die Kulisse der portugiesischen Hafenstadt Porto, geprägt von wunderschönen Gässchen mit mysteriösen, ja fast unheimlichen Charme, zeichnet Jim Jarmuch (ausführender Produzent) die Skizze einer Begegnung zweier junger Menschen, die sich gemeinsam in eine leidenschaftliche Affäre stürzen. In langsamen, ruhigen Bildern und mit schönen Klaviersonaten unterlegt, entwickelt sich eine stürmische und innige Beziehung zwischen dem schüchternen und etwas eigenwilligen Jack (Anton Yelchin) und der liebreizenden, aber sich selbst als verrückt bezeichnenden, Mati (Lucie Lucas). Sie kennen einander kaum, sind sich aber doch vertraut und erleben eine intensive und heftige Liebesnacht miteinander. Vielleicht ist es die Nacht ihres Lebens, denn als sie am nächsten Tag aufwachen, ist der schöne gemeinsame Moment vorbei.  Der gemeinsame Augenblick als auch die Blicke, Worte und Gesten der beiden sind intensiv und voller Zärtlichkeit. In sanften Bildern, lösen sich Gefühle los, die so stark wie ein Sturm einher fallen – Begierde, Liebe, Zweifel, Unsicherheit – und verschwinden allmählich in den dunklen Gassen der nächtlichen Stadt. Mit einer beeindruckenden Schlussszene endet der 79-minütige Streifen. Im Bett liegend, sehen sich Mati und Jack an. Gefühlte …