Alle Artikel mit dem Schlagwort: Literatur

Rückblick Frankfurter Buchmesse 2017

Impressionen von der Frankfurter Buchmesse 2017 Dieses Jahr hatte ich das Glück, zur größten Buchmesse der Welt fahren zu können – zur Frankfurter Buchmesse vom 11. bis 15. Oktober! Mehr als 7.000 Aussteller aus über 100 Ländern präsentieren hier jedes Jahr ihre aktuellsten Bücher, das neuste vom Neuen und organisieren viele spannende Veranstaltungen! Es war das erste Mal für mich auf dieser Messe. Die Buchmesse in Leipzig ist schon zum Pflichtprogramm im Frühjahr geworden, aber Frankfurt sprengt mit seiner Größe und seiner Fülle, alle Rahmen und Erwartungen! Man begibt sich in ein Land aus Büchern, trifft auf so viele tolle buchaffine Menschen und kann eintauchen in die Buchbranche und Verlagswelt. Hier möchte ich euch ein paar Impressionen von den Buchmessetagen Freitag und Samstag zeigen. Als Studentin gilt man auch als Fachbesucher und erhält schon unter der Woche Zutritt zur Messe. Ich hatte mir nicht viele Veranstaltungen rausgesucht, die ich besuchen wollte. Mein Ziel war es eher, mich treiben zu lassen und zu schauen was sich ergibt. So war ich viel am Stand des Verlages, bei …

(K)ein Bestseller – »Elefant« von Martin Suter

Ein winzig kleiner Elefant, der auch noch rosa leuchtet – Warum nur begeistert das so viele Leser? Verzückt sind auch Wissenschaftler, Forscher und Tierärzte im Roman, die in einen Rausch aus Geldgier, Machthunger und fanatisches Streben nach Ruhm fallen, als sie vom rosa Tierchen erfahren. Zum Glück gibt es doch noch ein paar gutherzige Menschen, die der Gentechnik kritisch gegenüberstehen und Humanität walten lassen wollen. Eine Geschichte über den Wahn der heutigen Zeit, Unmögliches möglich zu machen.   Inhalt In Martin Suters 14. Roman »Elefant«, ist der Name Programm. Sabu Barisha, so wird das kleine Wesen getauft, wurde mittels Genmanipulation vom Genforscher Roux erschaffen. Er verspricht sich den ganzen großen Profit, doch bevor es dazu kommt, kann der Elefantenflüsterer Kaung das kleine rosa Wesen in Sicherheit bringen. Durch ein Missgeschick und vielleicht auch Schicksal landet das Tier beim Obdachlosen Schoch, der am Rande der Gesellschaft in einer Höhle lebt. Er ist fasziniert von der Fluoreszenz, hat jedoch auch Mitleid. Aus Sorge und teils Hilflosigkeit, bringt er Sabu zur Tierärztin Valerie, die sich rührend um beide kümmert …

Warum das #FerranteFever nicht
ansteckend ist: Eine Rezension

Der knapp 450 Seiten schwere Roman »Meine geniale Freundin« von Elena Ferrante ist im Literaturbetrieb eingeschlagen wie eine Bombe und der Auftakt einer vierteiligen Neapel-Saga. Bis Ende 2017 sollen alle Teile in Deutschland erscheinen. Elena Ferrante hat sich als Pseudonym einer anonymen italienischen Autorin entpuppt, hinter dem wahrscheinlich die Literaturübersetzerin Anita Raja steckt. Die Geschichte einer lebenslangen, ungewöhnlichen Frauenfreundschaft Im ersten Roman der Saga wird die Kindheit und frühe Jugend der beiden Freundinnen Elena Greco und Raffaella Cerullo, genannt Lila, erzählt. Die drei Folgeromane werden die Leben der beiden mehr oder weniger chronologisch weitererzählen. Elena ist die Ich-Erzählerin, aus deren Sicht der Leser die Welt der beiden Freundinnen im neapolitanischen Rione mitverfolgt. Eine geniale Freundin? Wir befinden uns im Neapel der 1950er Jahre. Die früheste Jugend der neapolitanischen Kinder, die in der gettoartigen Region des Rione aufwachsen und es nur schwer werden verlassen können, ist geprägt von bitterer Armut und der Gewalt innerhalb und zwischen den alteingesessenen Familien. Außerdem sind die Mädchen den ständigen Gemeinheiten und kleineren Gewalttaten der Jungenbanden ausgesetzt. Doch dominierend für die …

Die Erfindung des Hipsters im Amerika der 40er Jahre: »On the Road«

Ein Buch, das unterwegs gelesen werden muss! Jack Kerouac, einer der Hauptprotagonisten der wilden »Beat-Generation« und Mythos der amerikanischen Literaturgeschichte, schrieb »On the Road« 1951 in nur wenigen Speed-durchzechten Wochen. Dieser kraftvolle und experimentelle Roman war seiner Zeit voraus und galt lange als unpublizierbar und auch, wenn er klar in seiner Entstehungszeit verhaftet ist, bleiben seine zentralen Themen zeitlos und er verliert bis heute nicht im Mindesten an Faszinationskraft. Die »Beat-Generation« auf der Suche nach Heimat, Familie und Gott Erzählt wird die stark autobiografisch geprägte Geschichte des ungewöhnlichen Freundespaars Jack und Neal in den Jahren 1947 bis `49. Die beiden sind Querköpfe, Rastlose, Suchende, Gammler, Schnorrer, Existenzialisten, Romantiker, Künstler. Sie und ihre Gleichgesinnten werden zu den ersten »Hipstern«, einer kritischen, jugendlichen Gegenbewegung zur konservativen und prüden amerikanischen Gesellschaft. In den erzählten drei Jahren führt es die beiden einzeln, gemeinsam und mit Freunden mindestens fünf Mal quer durch die Vereinigten Staaten. Ob sie nun trampen, als Eisenbahnbremser mitreisen, in geklauten und geliehenen Autos davon brausen; immer geht es um das Unterwegssein. Die Straße ist den beiden …